Sonnenschutz

Sonnenschutz dient dazu, einen Innenraum oder Freifläche vor zu viel Sonneneinstrahlung und Aufheizung zu schützen. Als Sonnenschutz kommen unterschiedliche Verschattungssysteme infrage.

Sonnenschutzanlagen und Sonnenschutzelemente in der Fassade werden mit dem Fc- Wert verglichen. Hierbei ist der U- Wert des Glases zur Berechnung erforderlich. Außen liegende Sonnenschutzrollos (Rollläden, Raffstoren, Markisen), innen liegende Sonnenschutzrollos Lamellen Jalousien, Rollos, Plissees, Flächenvorhänge, Vorhänge, Stoffrollos) oder ein Sonnenschutz im Scheibenzwischenraum. Eine Entscheidung für eine innenliegende oder außenliegende Sonnenschutzanlage hängt in enger Wechselwirkung mit der Gebäudeunterhaltung und dem Nutzerverhalten sowie von gestalterischen, baukonstruktiven und energetischen Kriterien der Bausituation ab.

Wir empfehlen eine rechtzeitige Entscheidung für die Art der Sonnenschutz- Anlage. Konstruktive Elemente und eventuelle elektrische Anschlüsse sind Bestandteil der architektonischen Planung und können nicht mehr oder nur mit erheblichem Aufwand nachträglich an ein fertig gestelltes Gebäude angebracht werden.

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Sonnenschutz außen Lamellen
Sonnenschutz außen Lamellen

Primärer Sonnenschutz

Zu dem primären Sonnenschutz gehört neben der Ausrichtung des Gebäudes der statische, unbewegliche Sonnenschutz, z.B. das Mauerwerk, die Seitenwände, eventuelle Bäume, Nachbargebäude usw.. Primärer Sonnenschutz ist der, der statisch unbeweglich vor der Fassade ist, z. B. Vordächer, Fensterlaibungen, Blenden und Fassaden.

Sekundärer Sonnenschutz

Der sekundäre Sonnenschutz ist von außen vor  der Fassade befestigt, wie z.B. Außenrollos, Raffstoren, Textilscreens, Markisen oder Außenjalousien.

Sonnenschutz von oben
Sonnenschutz von oben

 

 

Innenliegender Sonnenschutz

Innenliegende Sonnenschutz- Systeme sind Teil der innenräumlichen und als solche wesentlich unabhängiger von der architektonischen Planung. Der beste sommerliche Wärmeschutz als Sonnenschutz von innen sind Folienplissees und Folienrollos.

tertiärer Sonnenschutz

Der tertiäre Sonnenschutz, ist ein innenliegender, regelbarer Sonnenschutz, z. B. Rollos, Vertikaljalousien, Plissees oder Innenjalousien.

Um die Vorteile von innenliegendem Sonnenschutz richtig zu verstehen, muss man sich mit den physikalischen Eigenschaften von Glas und Licht beschäftigen.

Nach langläufiger Meinung lässt das Glas die Wärmestrahlung des Lichtes zwar herein, aber nicht mehr heraus.

Dies stimmt nur zum Teil. Glas lässt nämlich die Sonnenstrahlung im Bereich von 330 nm bis ca. 2500 nm fast ungehindert durch. Diese Strahlung, man spricht hier auch von kalter Wärmestrahlung, wird von den sich im Innenraum befindlichen Oberflächen absorbiert und in der Wellenlänge umgewandelt (ca. 10000 bis 50000 nm) Diese Wellenlänge kann das Glas nun nicht mehr passieren, was zu dem bekannten Treibhauseffekt führt.

Entscheidend für einen effektiven innenliegenden Sonnenschutz ist eine hochreflektierende Schicht, an der die Sonneneinstrahlung ohne in der Wellenlänge verändert zu werden, gleich wieder zurückgestrahlt wird. Perlmutbeschichtete Gewebe wie „D09“ von SOLARMATIC® oder „aluminiumbedampfte Gewebe D10“ oder einer Folie F28 sind hierfür besonders geeignet.

Vorteile vom innenliegendem Sonnenschutz

  • wetterunabhängig nutzbar (z.B. Sonne und Wind)
  • zusätzliches dekorative Wirkung im Raum
  • wesentlich geringere Anschaffungskosten
  • kostengünstige Demontage und Wartung (Reinigung)
  • farbliche Kombinationen bei gleicher Außenansicht möglich (z.B. Reflexionslamellen)

Nachteile vom tertiärem Sonnenschutz

  • ohne Einsatz von speziellen Reflexionsgewebe wesentlich geringere Wärmereflexion
  • kein Fassadengestaltungselement

Der Sonnenschutz kann unterschiedlichen Aspekten gerecht werden (vgl. VDI-Richtlinie VDI 6011 Blatt 1 - Optimierung von Tageslichtnutzung und künstlicher Beleuchtung - Grundlagen). Die Auswahl des geeigneten Systems ist nicht einfach und sehr komplex, nachfolgend sind einige Kriterien, die bei der Planung berücksichtigt werden sollten, aufgeführt.

Aufgrund der Komplexität ist Sonnenschutz ein planerisches funktionelles Bauteil einer Fassade, was eine kompetente Beratung und fachgerechte Montage von Spezialisten voraussetzt. Die Auswahl des geeigneten Sonnenschutzes ist nicht einfach. Der Sonnenschutz kann unterschiedlichen Aspekten gerecht werden, z. B.:

Sonnenschutz als Gestaltungselement

  • als Ausdruck eines individuellen Lebensstils (Innenarchitektur)
  • als aktives Gestaltungselement einer Fassade
  • als Ausdruck der Individualität durch eine Vielfalt an Materialien, Farben, Mustern und Formen.

Sonnenschutz als Beeinflussung der Behaglichkeit, z.B.

  • durch Schutz vor Raumaufheizung an heißen Tagen (Treibhauseffekt)
  • durch Schutz und Schattenspendung auf Balkonen und Terrassen (Erholungsaspekt)
  • durch Schutz vor UV-Strahlung (Gesundheitsaspekt)

Optimierung der Umfeldbedingungen, z. B.

  • durch Blendschutz bei starkem direkten Lichteinfall
  • Verbesserung der Ergonomie (Bildschirmarbeit)
  • durch Kontrastminderung am Arbeitsplatz (Bildschirmarbeit)
  • durch optimale Raumausleuchtung und Reduzierung künstlicher Beleuchtung (Tageslichtlenkung)
  • durch Aufrechterhaltung des Blickkontaktes nach außen (Kommunikation)

Sonnenschutz als Vermittlung von Schutz und Sicherheit, z. B.

  • durch Einblickverhinderung von außen zur Wahrung der Privatsphäre

Sonnenschutz als Maßnahme zur Energieeinsparung, z. B.

  • durch Reduzierung des Energieeintrages (Kühllastreduzierung)
  • durch zusätzliche U-Wert-Verbesserung an kalten Tagen und Nächten
  • durch Schutz vor Gebäudeauskühlung durch zusätzliche Wärmedämmung.

Sonnenschutz als Fensterdekoration oder Fassaden- Gestaltungselemente

  • als Ausdruck eines individuellen Lebensstils (Innenarchitektur),
  • als aktives Gestaltungselement einer Fassade und
  • als Ausdruck der Individualität (oder Identität) durch eine Vielfalt an Materialien, Farben, Mustern und Formen.

Sonnenschutz zur als Beeinflussung der Behaglichkeit, z.B.

  • durch Sichtschutz
  • durch Schallschutz
  • durch Verdunkelung
  • durch Leinwandprojektion oder als Fotorollo
  • Schutz vor Raumaufheizung an heißen Tagen (Treibhauseffekt),
  • durch Schutz und Schattenspendung auf Balkonen und Terrassen (Erholungsaspekt) und
  • durch Schutz vor UV-Strahlung (Gesundheitsaspekt).

Optimierung der Umfeldbedingungen mit Sonnenschutz

  • durch Blendschutz bei starkem direkten Lichteinfall am Bildschirm oder TV
  • Verbesserung der Ergonomie am Arbeitsplatz (Bildschirmarbeit),
  • durch Kontrastminderung am Arbeitsplatz (Bildschirmarbeit),
  • durch optimale Raumausleuchtung und Reduzierung künstlicher Beleuchtung (Tageslichtlenkung) und
  • durch Aufrechterhaltung des Blickkontaktes nach außen (Kommunikation). Außenliegender SonnenschutzDer außenliegende Sonnenschutz absorbiert einen Teil der einfallenden Sonnenenergie. Die Wärme wird durch Wärmestrahlen und Wärmekonvektion (Wärmetransport durch Luftbewegung) nach außen bzw. nach innen Richtung Glasscheibe weitergegeben (q a bzw. q i). Stellt diese Scheibe nun einen hohen Widerstand für diese Wärme dar (niedriger k-Wert, Wärmedurchgangskoeffizient/ neuerdings U-Wert), so kann diese Wärme schlechter ins Rauminnere gelangen. Dies hat zur Folge, dass q i,s,g sinkt.

Sonnenschutz als Vermittlung von Schutz und Sicherheit, z.B.

  • durch eine Einblickverhinderung von außen zur Wahrung der Privatsphäre.
  • mehr unter sichtschutz.de

energieeinsparender Sonnenschutz

 Technischer Sonnenschutz

Egal ob Sonnenschutzbrille oder Sonnenschutzroolo- sie absorbieren das hoch aggressive Sonnenlicht am Fenster oder Auge.

Aufgrund der Komplexität ist Sonnenschutz ein planerisches funktionelles Bauteil einer Fassade, was eine kompetente Beratung und fachgerechte Montage von Spezialisten voraussetzt. Die Auswahl des geeigneten Sonnenschutzes ist nicht einfach. Der Sonnenschutz kann unterschiedlichen Aspekten gerecht werden, z. B.:

Sonnenschutz als Gestaltungselement

  • als Ausdruck eines individuellen Lebensstils (Innenarchitektur)
  • als aktives Gestaltungselement einer Fassade
  • als Ausdruck der Individualität durch eine Vielfalt an Materialien, Farben, Mustern und Formen.

Sonnenschutz als Beeinflussung der Behaglichkeit, z.B.

  • durch Schutz vor Raumaufheizung an heißen Tagen (Treibhauseffekt)
  • durch Schutz und Schattenspendung auf Balkonen und Terrassen (Erholungsaspekt)
  • durch Schutz vor UV-Strahlung (Gesundheitsaspekt)

Optimierung der Umfeldbedingungen, z. B.

  • durch Blendschutz bei starkem direkten Lichteinfall
  • Verbesserung der Ergonomie (Bildschirmarbeit)
  • durch Kontrastminderung am Arbeitsplatz (Bildschirmarbeit)
  • durch optimale Raumausleuchtung und Reduzierung künstlicher Beleuchtung (Tageslichtlenkung)
  • durch Aufrechterhaltung des Blickkontaktes nach außen (Kommunikation)

Sonnenschutz als Vermittlung von Schutz und Sicherheit, z. B.

  • durch Einblickverhinderung von außen zur Wahrung der Privatsphäre

Sonnenschutz als Maßnahme zur Energieeinsparung, z. B.

  • durch Reduzierung des Energieeintrages (Kühllastreduzierung)
  • durch zusätzliche U-Wert-Verbesserung an kalten Tagen und Nächten
  • durch Schutz vor Gebäudeauskühlung durch zusätzliche Wärmedämmung.

Sonnenschutzvorrichtung

Eine Sonnenschutzvorrichtung nennt man Vorrichtungen, die dem Blendschutz und dem Wärmeschutz dienen können.

Sonnenschutzrollos

Grundprinzip eines Rollos ist, dass auf einer Welle ein Vorhang- oder Dekorationsmaterial auf- und abgewickelt wird. Ursprünglich wurde es nur zur Verdunkelung und zum Sonnenschutz eingesetzt. Eine unfreiwillige Blütezeit erlebte das Rollo, als während des zweiten Weltkrieges die Fenster gegen Luftangriffe gesichert werden mussten und damit das Rollo eine ausschließlich funktionale Aufgabe übernahm. In der Zwischenzeit jedoch ist das Rollo zu einem wichtigen Dekorationselement geworden.

Generelle Anforderungen an ein Rollo sind: Verdunkelung, diffuses Licht (z.B. PC-Räume), Sonnenreflexion, UV-Strahlenabsorption sowie Schwerentflammbarkeit und Pflegeleichtigkeit.

Springrollo
Hier erfolgt die Aufwicklung durch einen in die Welle eingelagerten Federmechanismus. Beim Herunterziehen wird die Federmechanik gespannt und die Rollachse durch Sperrhaken festgestellt. Diese Arretierung kann durch einen kurzen Zug nach unten gelöst werden und die Feder rollt das Rollo wieder auf. Durch leichtes Ziehen nach unten bzw. das Schieben nach oben bleibt das Rollo auf der Höhe stehen, wo die Lasche losgelassen wird.

Seitenzugrollo
Der sogen. selbsthemmende Seitenzug wird mittels einer Endlos-Kette bewegt. Bei dieser Technik wird die Abwicklung auf eine Aluminiumwelle durch einen Seitenzug veranlasst, den es je nach Anforderung in verschiedenen Ausführungen gibt (Endlos-Kugelkette, Gurtband und Perlonzugschnur). Auch hier ist ein Arretieren in jeder gewünschten Position möglich. Rollos mit Gurtband kommen hauptsächlich für übergroße Einrichtungen infrage.

Elektrorollo
Mit 24- oder 230V-Motor.

Sonnenschutzanlage

Unter Sonnenschutzanlagen versteht man Vorrichtungen, die dem Blendschutz und dem Wärmeschutz dienen können.

Textiler Sonnenschutz

 

Arten und Anwendungen von textilem Sonnenschutz

Textiler Sonnenschutz reguliert den Tageslichteinfall und die Verschattung von Öffnungen durch Stoffe oder Gewebe. Dies geschieht entweder innen liegend durch Rollos, Faltstore und Vorhänge, außenliegend durch vor der Fassade geführte Textilscreens und Fassadenmarkisen.

Im Gegensatz zu außen angebrachten Verschattungselementen hat ein innen liegender Sonnenschutz den Vorteil, dass er nicht der Witterung ausgesetzt ist. Die angebotenen Systeme sind in der Regel verhältnismäßig kostengünstig, flexibel und einfach zu montieren. Sie eignen sich sowohl für waagerechte, senkrechte und geneigte Fenster. Nachteilig wirkt sich die Lage im Rauminneren hinsichtlich des sommerlichen Wärmeschutz nach DIN aus. Ausnahmen bilden z.B. Rollos, die in den Scheibenzwischenraum von Isolierverglasungen integriert sind. Mit speziellen Beschichtungen ausgestattet, reflektieren sie die auftreffenden Sonnenstrahlen und reduzieren so den solaren Eintrag ins Gebäude. Auch für innen liegende Rollos gibt es spezielle Sonnenschutzbeschichtungen. Außen liegende Sonnenschutztextilien sind diesbezüglich effizienter und schützen außer vor Licht, auch vor Wärme und sofern entsprechend ausgerüstet vor Insekten. Um Sonne, Wind und Regen im Außenbereich entsprechend standzuhalten, sollten die Gewebe lichtecht, Wasser abweisend und reißfest sein.

Die Art des gewählten Sonnenschutzsystems beeinflusst auch die Auswahl der Stoffe. Für den außen liegenden textilen Sonnenschutz kommen sogenannte Screens aus Spezialgewebe (wie z.B. Polyester oder Glasfaser) zum Einsatz. Sie sind häufig mit Beschichtungen ausgerüstet und trotzen dauerhaft der Witterung. Für Vorhänge und Rollos eignen zum Beispiel Leinen oder Baumwolle, für Faltstore dagegen plisseefähige Textilien. Je nachdem, ob ein Sonnen- oder Wärmeschutz oder Sicht- und Blendschutz bis hin zur Verdunklung erwünscht ist, unterscheidet sich das Angebot in Tageslichtware (ca. 160 g/m²) und Qualitäten zur Verdunklung (ca. 320 g/m²). Es gibt Schmutz abweisende, schallabsorbierende oder Licht reflektierende Textilien; für den Objektbereich stehen auch schwerentflammbare Stoffe der Baustoffklasse B1 zur Verfügung, die den Anforderungen der DIN 4102 Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen und der DIN EN 13501-1 Klassifizierung von Bauprodukten und Bauarten zu ihrem Brandverhalten – Teil 1: Klassifizierung mit den Ergebnissen aus den Prüfungen zum Brandverhalten von Bauprodukten entsprechen. Dabei sind der gestalterischen Freiheit kaum Grenzen gesetzt, da es die Stoffe in nahezu allen Farben, mit eingewebten Fäden, Perforationen und Mustern gibt.

Die Montage orientiert sich ebenfalls an der Art des Systems. So werden Flächenvorhänge beispielsweise in Führungsschienen befestigt, einfache Vorhänge dagegen an entsprechenden Stangen (mit Ringen oder Stoffschlaufen) oder Seilen (mit Ringen) aufgehängt. Die Anbringung von Rollos erfolgt mittels verschiedener Befestigungssysteme an Wand oder Decke, auf dem Fensterrahmen oder den -flügel. Die Textilien können hier mit einem Stab, Fallarm oder Seil per Hand bewegt werden; elektrische sowie funkbetriebene Antriebe sind ebenfalls möglich. Außen liegende Sonnenschutzsysteme wie beispielsweise Screens werden in Schienen geführt oder mittels bestimmter Halterungen befestigt. Für Markisen, Sonnendächer und Schirme gibt es eine Vielzahl von Systemen zum Spannen und Ausfahren. Abhängig von Größe und Anforderungen kann der Antrieb auch hier manuell oder motorbetrieben erfolgen.